Unsere Werbepartner:

Berücksichtigen Sie unsere Partner bei Ihrem nächsten Einkauf

Hier könnte Ihre Werbung stehen.

Sprechen Sie uns an...

 

Hier geht es zum Kontakt

Champs-Sportcenter
Steuerberater Nünke & Götz

Chronik des FSV seit 1907

1907

Wann genau in Bretzenheim erstmals jemand gegen den runden Lederball trat, bleibt im Dunkel der Geschichte verborgen. Der Chronist, der zum 35-jährigen Bestehen des Fußball-Sport-Verein 1917 Bretzenheim dieses Dunkel etwas zu lichten versucht, vermutet aber sicherlich zurecht, dass schon unmittelbar um oder nach der Jahrhundertwende im Weindorf Jungens und junge Männer dem Leder hinterherliefen. Zu berichten weiß dieser Chronist auch, dass es in diesen ersten Jahren des 20. Jahrhunderts schon “harte Kämpfe‘ auf dem Wiesengelände „In den Weiden“ an der Gensinger Brücke gab, zu denen, obwohl völlig unorganisiert, die Leute ‘‘in Scharen hinströmten.


 

1907

ist es dann soweit: Die Fußballer finden ihre Vereinsheimat im damaligen Turnverein Rot-Weiß Bretzenheim als eigenständige Abteilung. Jetzt geht das alles schon ein bisschen geregelter, aber Klasseneinteilungen, Verbandsschiedsrichter und solche Dinge kannte man noch längst nicht. Trotzdem - die sogenannten Freundschaftsspiele gegen Mannschaften aus der näheren Umgebung setzten so viel an Emotionen frei. dass das titulierte Freundschaftliche oft in Feindschaft und ziemlichen Keilereien endete. Oh das nun wiederum ein Grund dafür war, dass sich immer mehr Sportbegeisterte vom Turnen ab- und dem neuen Mannschaftsport zuwandten, ist heue nicht mehr mit Sicherheit zu beantworten, Tatsache ist aber zweifellos, dass dieser Wandel in der Publikumsgunst Ursache für Eifersüchteleien war, die sich immer mehr zu Dissonanzen und Krächen auswuchsen. Als man sich dann auch noch über die Kasse und über Sportanlagen stritt, führte das dann endgültig zum Bruch mit dem Turnverein.

 

1917

Das „Jahr der Wende“ im großen Krieg bringt in Bretzenheim die Gründung des selbständigen Fußball-Vereins. Trotz Völkerschlachten und Hungersnöten finden sich 27 junge Männer- nicht in einem Gasthaus, sondern unter freiem Himmel, da wo der Fußballsport hingehört — zusammen und rufen den „FC Weddingen Bretzenheim‘‘ ins Leben. Auf einem Zimmerplatz an der Nahe teilte das spätere Vorstandsmitglied Willi Beilmann mit, dass er die Genehmigung der Witwe des damals hochgeehrten, gefallenen U-Boot-Kommandanten erhalten haben, um dessen Namen führen zu dürfen. Die bisherigen zu TV-Zeiten getragenen Farben „Schwarz-Weiß-Rot“ wurden ersetzt und zum ersten 1. Vorsitzenden wählten die 27 den Gutsverwalter Karl Bock.

 

1918

Mit dem Ende des 1. Weltkrieges und dem Beginn der Weimarer Republik zusammen fällt die Aufnahme des Spielbetriebs beim jungen Verein. Das Gelände “In den Weiden“ wird etwas besser hergerichtet, aber schon das erste Hochwasser der Nahe machte all die Bemühungen wieder zunichte - Tore, Rasenflächen, ein Geräteschuppen – alles war weg. Also - aus Schaden wird man klug - brachte man von da an zu den jeweiligen Spielen die Tore von zuhause mit.

 

1919

Krieg und Heldentum haben einen anderen Stellenwert bekommen: Der Verein ändert seinen Namen zum heutigen “Fußball-Sport-Verein 1917 Bretzenheim“. Im wesentlichen spielt man mit 6er Mannschaften und bei Pokalturnieren in der näheren und weiteren Umgebung.

“Weitere Umgebung“, das hieß, dass man mit dem Erntewagen oder per Fahrrad die fernen Ziele wie Bockenau oder Sponheim anfuhr; Nahziele wie Roxheim erreichte man locker zu Fuß.

 

1920

In Roxheim war's dann auch, wo der FSV gleich mit drei 6er Mannschaften zum Pokalturnier antritt. Wer hätte das gedacht: Geld spielte auch damals schon eine Rolle. Jede Mannschaft hatte für ihren Start bei einem dieser Pokalturniere 5 Mark zu zahlen. Hatte sie verloren, war also damit aus dem Wettbewerb ausgeschieden, konnte Sie durch erneutes Einzahlen von 5 Mark wieder neu einsteigen.

 

1924

Bis zu diesem Jahr haben die Bretzenheimer Fußballer auf solchen Turnieren schon über 60 Pokale erkämpft. Nicht zuletzt diese Erfolge und der hervorragende Ruf, den die ‘‘Blau-Weißen“ in der ganzen Region mittlerweile errungen hatten, waren es denn auch, die die Gemeinde veranlassten, dem Verein ein neues Sportgelände an den Nahewiesen zuzuweisen. In Eigenleistung wird es fußballgerecht aufgearbeitet; der nahe Bahndamm ist “Natur-Rangplatz“: Im Sommer meldet sich der FSV dann zum Regelspielbetrieb an und wird in den “Süddeutschen Fußball-Verband aufgenommen. Man beginnt in der C-Klasse des Gaus Niederwald, beginnen tut auch eine einmalige Erfolgsserie für die Newcomer.

 

1925

Der junge Verein hat in diesem Jahr 108 Mitglieder, stellt eine 1. und 2. Mannschaft, sowie eine Jugend- und eine Schülermannschaft. Die Erfolgsserie: Dreimal in Folge erringt der FSV die Meisterschaft in seiner Klasse und steigt schließlich in die Kreisliga, die damals zweithöchste Klasse des Regionalverbandes auf.

 

1927

“Unvergesslich... die geballte Dramatik dieses Spiels“, so beschreibt der spätere Chronist das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga, das gegen Münster bei Bingerbrück auf gegnerischem Platz stattfindet. 0:2 liegt der FSV noch 8 Minuten vor Schluss zurück; mit dem letzten Einsatz aller Kräfte wird der 2:2 Ausgleich noch geschafft, was dann die Meisterschaft und den Aufstieg bedeutet. Die Siegermannschaft wird am Bahnhof abgeholt und in einem blitzschnell improvisierten Festzug durch das jubelnde Bretzenheim geleitet. Die Begeisterung ist unvorstellbar groß. Diese Begeisterung erfährt der Verein auch bei der Feier seines zehnjährigen Bestehens, das mit großem Glanz begangen wird.

Zwei Ereignisse stehen im Mittelpunkt der Festtage: Die Weihe der (auch heute noch sorgsam gepflegten) Standarte und die Gründung der Abteilung Gesang im FSV- bis heute liebevoll ‘Quartettche“ genannt. Erster Dirigent wird Franz Beilmann. Beim großen Festzug durch den Ort zeigen sich nicht nur Fußballer und Sänger der Öffentlichkeit, sondern mit dabei sind auch die Leichtathleten, die schon seit einigen Jahren dem FSV angehören und die Blau-Weißen Farben bei vielen Sportfesten und Wettkämpfen in der Region mit großem Erfolg vertreten.

 

 

 

 

 

1928 - 1932

Die Bretzenheimer “Nahe-Wiesen“ werden für viele namhafte Gegner zum Alptraum. Da zieht der FC 02 Kreuznach mit 0:2 den Kürzeren, da wird am Kirmessonntag die Spielvereinigung Oberstein mit 2 : 1 besiegt und da muss noch manch anderer Verein mit klangvollem Namen die “Segel streichen“: der FSV Kreuznach ebenso wie der 1. FC Sobernheim, der 1. FC Idar oder der VfR Kirn, um nur einige zu nennen. Dem FSV gehören um diese Zeit an die 100 aktive Sportler an und die Mitgliederzahl bewegt sich auf die 200er Marke zu. Die Siegesfeiern im damaligen Vereinslokal Schmidt “Zum Grünen Baum“ müssen so gewaltig gewesen sein, dass der Chronist des Jahres 1952 sie als “unvergesslich in die Annalen des Vereins eingegangen“ empfindet. Trotz all der zustimmenden Begeisterung plagen den Verein in dieser Zeit - die Zeitumstände waren dafür vor allem verantwortlich - erhebliche finanzielle Sorgen. Aber immer ist wieder jemand da, der mit fünf oder zehn Mark aushilft, der mit (zumeist flüssigen) Naturalien stimuliert, Bälle kostenlos repariert und anpacken, wo Not am Mann war, das tun sie alle damals. Es ist die Zeit, in der man wohl wirklich von reinem Idealismus der Sportler und inaktiven Vereinsmitglieder sprechen kann.

 

1933 bis 1940

Aus dieser Zeit ist nur sehr wenig in der Chronik des Vereins vermerkt. Der mit der nationalsozialistischen Machtergreifung verbundene Mündel überdeckte wohl das Interesse am Vereinsleben mehr und mehr. Der “Turnverein Rot-Weiß“ jedenfalls wird „gleichgeschaltet“ und geht mehr oder weniger in seiner ehemaligen Abteilung, dem FSV auf.

Nach zwei Jahren in der Kreisliga muss man wieder den Gang nach unten antreten - zwei Jahre später aber ist man nach erneut errungener Meisterschaft wieder drin.

 

1940

Das große Sterben auf den Schlachtfeldern hat längst begonnen - wird in Bretzenheim zum letzten Mal für lange Zeit ein Fußballspiel abgepfiffen...

 

1945

Der Krieg ist zu Ende. An Fußball oder Vereinsleben ist nicht zu denken -die Menschen haben andere Sorgen. 36 Mitglieder des FSV sind von den Fronten des 2. Weltkrieges nicht mehr zurückgekehrt ins Dorf an der Nahe.

 

1948

Trotz aller Not hat der seit den 30er Jahren amtierende 1. Vorsitzende Josef Jung, genannt „Seppel“ schon 1946 und 1947 begonnen, wieder Fußball-Interessierte um sich zu scharen. Mangels Platz - die Nahe-Wiesen hatten die französischen Besatzungssoldaten zu einem Basketball-Spielfeld umgewandelt und für sich okkupiert -und mangels Erlaubnis muss man aber noch bis zu diesem .Jahr warten. Dann kommt sie endlich, die Genehmigung der französischen Besatzungsmacht, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Deutsche Kriegsgefangene des Bretzenheimers Lagers helfen mit, den Platz „An den Nahe-Wiesen“ herzurichten und nahezu parallel mit der Währungsreform beginnt auch in Bretzenheim der Ball wieder zu rollen. Da wird in Bretzenheim erstmals die völkerverbindende Kraft des Sports demonstriert: In der ersten Nachkriegself spielt mit Albert -gerufen Albär - ein Franzose im Tor und mit Gaburskis ein (ehemals von den Deutschen gefangener) Pole auf dem Feld. Gespielt wird in “Grün-Weiß“, weil es andere Trikots nicht gibt und begonnen hat man wieder in der C-Klasse, resp. der 3 Kreisklasse, wie sie damals hieß

 

 

 

 

FSV Mannschaft mit unbekannten Datum

Arthur Großmann, Paul Großmann, Torwart?, Hans Schoppet, Karl Hoffmann, Lieb, Vogel, Karl Jung, ?, Werner Fink, die letzten zwei ?

 

 

1950 bis 1951

Von 1948 an hat der FSV 1917 Bretzenheim bis jetzt zweimal den Meister seiner Klasse gemacht und ist jetzt in der 1. Kreisklasse vertreten. So langsam beginnen sich die Dinge wieder zu normalisieren und so beschließt man, obwohl es eine so ganz runde Zahl nicht ist - aber das “Silberjubiläum hatte man des Krieges wegen ja nicht begehen können - im kommenden Jahr das 35-jährige Bestehen des Vereins in würdiger und großer Form zu begehen. Nach fast 25-jähriger Amtszeit stirbt der bisherige Vorsitzende Seppel Jung allzu früh. Sein Nachfolger wird Willi Stabel, unter dessen Führung jetzt das große Fest organisiert wird.

Ereignis von bleibenden Erinnerungswert: In Bretzenheim tritt die A-Jugend des FC Schalke 04 auf und wird nach packendem Kampf von der Bretzenheimer Jugendmannschaft mit 4:3 geschlagen.

 

1952

Mit einem großen Festprogramm begeht der FSV am 2. und 3. August sein 35-jähriges Bestehen. Schüler- und Jugendspiele am Samstag sowie ein größeres Fußballturnier am Sonntag stehen im sportlichen Mittelpunkt, der Festkommers im Saal “Zum Grünen Baum“, das Frühschoppen-Ständchen der Sänger auf dem Marktplatz und ein großer Festzug durch die Straßen des Dorfes hin zum Sportgelände an der Nahe bilden die geselligen Höhepunkte. In diesem Jahr stellt der Verein bereits wieder eine 1. und eine 2., eine Jugend- und eine Schülermannschaft sowie ein Alte-Herren-Team. Neben den Sängern gehört dem Verein jetzt auch eine Tischtennis-Abteilung an, die sich an Meisterschafts-Rundenspielen beteiligt. Kapitän der 1. Fußballmannschaft ist Paul Großmann, der später für viele Jahre den Vorsitz des Vereins übernehmen wird.

 

1953

Dem FSV gelingt etwas Einmaliges - so einmalig, dass es sich aufgrund dann geänderter Regeln auch nicht wiederholen lässt: Nach einem “wahnsinnigen“ Spiel gewinnt die Truppe um Paul Großmann mit 5:2 gegen Mittelreidenbach den Bezirks-Pokal und das war damals gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die 2. Amateurliga (heute in etwa gleichbedeutend mit einem Mischung aus Landes- und Bezirksliga). Neun Jahre lang gelingt es den “Blau- Weißen“ in dieser damals zweithöchsten Amateurklasse zu bleiben.

 

1956

Das „Quartett'che“ belegt bei einem Sängerwettstreit in Heddesheim den 1. Platz.

 

1957: 40 Jahr-Feier mit einem vollen Haus (oben) und Turnerriege (unten)

 

 

 

1958

Mannschaftsfoto von 1958 beim Auswärtsspiel 1958 in Planig.

 

Unter Führung von Paul Großmann, jetzt 1. Vorsitzender und weiterhin aktiver Spieler in einer Person, beginnt die Tradition der Verbindungen des FSV zu ausländischen Mannschaften. In seinem Grußwort zum 50-jährigen Bestehen des FSV beschreibt es Paul Großmann so:

Gerade der Sport diente immer zum Verständnis von Mensch zu Mensch. So war es unserem Verein auch vorbehalten, dass er mit zu den ersten Vereinen der Bundesrepublik zählte, die in den Nachkriegsjahren die internationalen Beziehungen zum damals noch feindlich gesinnten Ausland aufnahm.“ Sportliche Begegnungen gibt es von 1958 an in Folge mit Mannschaften aus Luxemburg, Frankreich, Holland und der Schweiz.

 

1959

Eine neue schwere Prüfung kommt auf den Verein zu: Der von allen Bretzenheimern so beliebte und von vielen Gegnern gefürchtete Sportplatz an der Nahe wird aufgegeben werden müssen. Die Bundesbahn hatte Beschwerde eingelegt, da der Bahndamm immer wieder von Zuschauern betreten wurde. Außerdem führte eine 10.000-Volt-Elektrizitäts-Leitung über den Platz - eine Gefährdung, die nicht länger hingenommen werden konnte. Für eingefleischte FSV’ ler ist es nur ein schwacher Trost, dass man mit einem neuen Platz aus dem Hochwasser-Bereich der Nahe herauskommen würde können...

 

1960

Einweihung des neuen Sportgeländes “Am Schlossgarten“: Mit Hilfe des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV) war es gelungen, hier ein geeignetes Gelände aufzukaufen. Größtenteils in Eigenleistung war ein Spielfeld entstanden, das - so der Chronist des Jahres 1967-für ländliche Verhältnisse einmalig ist. Ebenfalls ausschließlich in tätiger Mithilfe der Mitglieder ist im Entstehen begriffen ein Vereinshaus mit Umkleidekabinen und Duschräumen - ein “Luxus“ auf den manch größerer Verein der Umgebung noch lange warten muss. Vermögensrechtlich bleibt der neue Platz im Eigentum des SWFV, der ihn zur Nutzung an den FSV überträgt.

 

 

 

FSV Team aus den 1960er Jahren mit unbekannten Datum

 

stehend von l.n.r.: Heinz Heidt, Paul Otto Schmitt, Franz Kolb, Walter Probstfeld, Siegfried Kelm, Axel Knoll, Dieter Palm, Emil Weber,

Kniend v.l.n.r. Karl Otto Huth, Heinz Kolb, Harald Knoll

 

 

1962

Offensichtlich kommen die “Blau-Weißen “auf ihrem neuen, wunderschönen Rasen nicht so zurecht, wie auf ihrem alten (kleineren) Platz. Die erste Saison „Am Schlossgarten“ 1961-62 bringt den Abstieg aus der 2. Amateurliga, unglücklich – wie die, die dabei waren heute immer noch sagen - als Viertletzter. Das wird es später noch mal so geben.

 

1963

Umkleidekabinen, sanitäre Anlagen und der Vereinsraum werden fertiggestellt.

 

1965

Nach einer Weinreise an die Nahe nimmt eine Gruppe junger Holländer Kontakt zu Paul Großmann auf. Man vereinbart ein erstes sportliches Aufeinandertreffen zwischen H.V.V. ´t Gooi Hilversum und dem FSV Bretzenheim für das kommende Jahr - der Beginn einer herzlichen Freundschaft.

 

1966

Erstes Spiel einer Mannschaft aus Hilversum in Bretzenheim. Von jetzt an gibt es fast alljährlich eine Begegnung zwischen den beiden Vereinen sportlicher oder geselliger Art, in Holland oder im Weindorf an der Nahe.

 

1967

Erster Erweiterungsbau am FSV Sportheim, wie es ab jetzt heißt. Aus dem Vereinsraum wird eine vollkonzessionierte Gaststätte, ein Versammlungsraum wird angebaut und eine moderne Scheren-Bundeskegelbahn geschaffen und in Betrieb genommen. Auf dem Platz wird eine Trainingsbeleuchtung installiert und - aus Beständen der US-Army vom damaligen 2. Vorsitzenden Erwin Bossen “günstig organisieren“ -eine Stehtribüne für rund 4.000 Personen errichtet. Hauptantrieb für diese umfangreichen Aktivitäten und Investitionen ist das anstehende 50-jährige Jubiläum des Vereins, das als absolutes Großereignis in die Geschichte des FSV eingehen soll. Von Samstag, 20.05.1967 bis Montag, 29.05.1967 geht das Fest-Programm, wobei sich gesellige Veranstaltungen (Festkommers des Gesamtvereins und Festkommers der jetzt 40-jährigen Sänger) und sportliche Ereignisse abwechselten. Auch eine große Enttäuschung galt es zu verkraften: unmittelbar vor den Festtagen sagte der eigentlich verpflichtete FC Bayern München ab. In die Bresche sprang der FK Pirmasens, der dann am Sonntag, 21.05.1967 das Spiel gegen die Südwest-Auswahl bestritt. Aus dieser Enttäuschung aber wird dann ein noch größeres Fest. 

 

Wenige Monate später treten die “Bayern jetzt als frischgebackener Europa-Pokal-Sieger mit allen Assen in Bretzenheim gegen die “Roten Jäger“ – eine Bundeswehr-Mannschaft - an und siegen vor mehreren Tausend Zuschauern mit 4:3. So ein Fußballereignis hatte es in Bretzenheim und in der ganzen Region noch nie gegeben und Bretzenheim wird weit über die Grenzen hinaus bekannt als erste Fußball-Adresse.

 

 

Im Bild sehen Sie "Kaiser" Franz Beckenbauer mit dem heutigen Vorsitzenden Paul Großmann kurz vorm Anstoß.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1969

Der ‘‘Bayern-Erfolg‘‘ wird wiederholt. In diesem Jahr spielt der Deutsche Meister Eintracht Braunschweig am Schloßgarten gegen den FC Beggen, den Luxemburger Meister – wieder vor vollem Haus. Die Überlegung, Spiele solcher Art in einem größeren Rahmen austragen zu sollen, führt aber nicht zur erwarteten Resonanz. Das vom FSV Bretzenheim im Bad Kreuznacher Moebus-Stadion ausgerichtete Spiel zwischen Roter Stern Belgrad und dem damaligen Südwest-Meister SV Alsenborn endet mit einem dramatischen, finanziellen Einbruch. Das Debakel droht den Verein zu sprengen. Niemand ist jetzt mehr bereit, nochmal sich in die große Fußballwelt zu wagen.

 

1972

Von Erwin Bossert, seinerseits Nachfolger von Paul Großmann, übernimmt Heinz W. Heiber, ein Bretzenheimer Neubürger, den Vereinsvorsitz und beginnt mit einer Reihe von Neuerungen den Verein und sein Erscheinungsbild zu reformieren. Die erste Ausgabe von “FSV-aktuell“ erscheint - Seit dieser Zeit fester Bestandteil der Informationspolitik des Vereins. Die Tradition „großer Fahrten“ beginnt: 16 FSV ´ler sind beim unvergesslichen Landerspiel-Sieg der Deutschen Nationalelf in der Europameisterschafts-Qualifikation im Londoner Wemblev-Stadion dabei. Und: mit beachtlichem Aufwand wird das 55-jährige Bestehen des FSV gefeiert. Erklärte Absicht von Heinz W. Heiber: dieses Ereignis zum Anlass nehmen, um die Bretzenheimer Vereine und die gesamte Dorf-Familie enger zusammenzuschließen.

 

1973

Heinz W. Heiber kann die Verwirklichung seiner Gedanken nicht mehr erleben. Am 13. Mai stirbt er im Alter von nur 43 Jahren. Seine Nachfolge im Vorsitz übernimmt sein bisheriger Stellvertreter Oswald Großmann.

 

1974

Auf Vorschlag des amtierenden Vorsitzenden Oswald Großmann wird Wolfgang Paulsen zum 1. Vorsitzenden gewählt. Für annähernd zwei Jahrzehnte wird er den Verein leiten.

Um Robert Becker herum hat sich eine aktive Gruppe von Wanderern gebildet. Sie tragen als „Abteilung Wandern“ im FSV die 1. IVV-Volkswanderung in Bretzenheim aus. Pech, dass der Austragungssonntag ausgerechnet der Tag des Weltmeisterschaftsendspiels zwischen Deutschland und Holland in München ist (der dann darüberhinaus auch noch tropische Sommertemperaturen bringt). Klar also, dass sich der Teilnehmer- und der finanzielle Erfolg in Grenzen halten. Aber entmutigen lassen sich die Wanderer dadurch nicht -im Gegenteil; von jetzt an findet alljährlich in Bretzenheim eine IVV-Wanderveranstaltung statt, zu denen jeweils zwischen 2.000 und 4.000 Gäste nach Bretzenheim kommen. Seit 1977 hat man auch den “Traumtermin“ dafür fest ‘‘abonniert; - es ist immer das erste Wochenende in einem neuen Jahr.

 

1977

In der Kegelbahn beginnt es durchzuregnen. Aus den Überlegungen, wie dem zu begegnen sei, entwickeln sich erste Gedanken, das notwendige Dach über der Kegelbahn “in Form einer kleinen Halle“ zu erstellen. Eine Außerordentliche Generalversammlung beschließt am 20.09.1977 den Hallenbau, legt Arbeitsstunden oder Geldumlagen anstelle von Arbeitsleistung fest und bereits am 06.Mai 1978 kann in festlichem Rahmen der Grundstein zum großen Werk gelegt werden. Erste Fahrt des FSV nach Sarospatak in Ungarn. Die ursprünglich nach Budapest geplante Reise war auf Anregung des damaligen Vorstandsmitglieds und ev. Pfarrers Hans-Christian Brandenburg zur nordöstlichsten Ecke des Magyaren-Reiches hin erweitert worden. Großes Erlebnis für die damaligen Reiseteilnehmer: das Bretzenheimer Wappen am Sarospataker Schloß und in der kath. Kirche vorzufinden. In Sarospatak liegt der letzte Fürst von Bretzenheim begraben. Die “Trimm-Dich-Gruppe‘ von Freizeitsportlern etabliert sich und ist seit dieser Zeit zur eigenen Fitneßsteigerung tätig.

 

1978

Im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht natürlich das Geschehen um den Hallenbau. Nach dem 1. Spatenstich sind an jedem Wochenende Vereinsmitglieder dabei, Fundamente auszugraben, Mauern hochzuziehen, Beton, Mörtel und Steine zu schleppen. Dabei hat es dieses Jahr durchaus auch in anderer Hinsicht „in sich“: schließlich wird - 16 Jahre nach dem Abstieg - die Meisterschaft in der A-Klasse gewonnen und der Wiederaufstieg in die Bezirksliga geschafft. Nur zwei verlorene Spiele und zuletzt 23 Matches ohne Niederlage heißt die stolze Schlussbilanz des Teams um Spielertrainer Horst Kolb, Kapitän Erich Jung und Fußball-Abteilungsleiter Gernot Klotz. An Pfingsten des Jahres wird zum ersten mal das Turnier um den “Heinz-Heiber-Pokal“ ausgetragen, das seitdem zu einem der bedeutendsten Turnierereignisse im Amateurbereich des deutschen Südwestens geworden ist. Erster Sieger wird SV Alemannia Waldalgesheim im damals noch mit nur acht Mannschaften besetzen Wettstreit.

 

Auch auf internationaler Ebene ist man weiter aktiv: Der FSV stellt an die Ortsgemeinde den Antrag, diese möge in Verhandlungen über die Aufnahme von partnerschaftlichen Beziehungen mit Sarospatak eintreten - ein Anliegen, für das damals offenbar die politische Lage noch nicht reif war. Und: mit 23 Fans ist der FSV bei der Fußball- Weltmeisterschaft in Argentinien dabei.

 

1980

Richtfest am Hallenneubau. Inzwischen haben Kreis-, Verbands- und Ortsgemeinde Zuschüsse zum Bau angekündigt - aus der eigentlichen Vereinshalle mit modernen Umkleidekabinen muss jetzt eine Sport- und Mehrzweckhalle werden, die auch den Ansprüchen des Schulsports zu genügen hat. Der FSV gibt sich ein neues Wappen. Die Kombination von Fußball- und Symbolen des Bretzenheimer Ortswappen (Rautenband und Bretzel) soll die enge Verbindung zwischen FSV-Sport und Dorfganzem herausstellen. Das neue Wappen bildet später in Basalt gehauen den Schlussstein der neuen Halle.

 

1981

Wieder ein Jahr ähnlich dem von 1962: Auf der einen Seite viel Freude bei der Einweihung des gelungenen Hallenbaus - auf der anderen Frust über den erneuten Abstieg aus der Bezirksliga: wieder als Viertletzter und letztlich nur über die Neuaufteilung der 2. Bundesliga gestolpert. Die Halleneinweihung wird mit einer Festwoche vom 10. bis 16. 04. begangen. Einer der Glanzpunkte sicherlich das Auftreten von Bundestrainer Helmut Schön in Bretzenheim! Besonders hervorzuheben: Bretzenheimer Bürger und Vereinsmitglieder hatten zum Bau über 30.000 Mark gespendet - von den vielen Tausend geleisteter Arbeitsstunden gar nicht zu reden. Dennoch muss der FSV eine Summe von 400.000 Mark langfristig als Bankdarlehen aufbringen.

 

1982

Für eine „ausgefallene“ Mannschaft eingesprungen wird das FSV-Team Sieger beim 5. Turnier um den Heinz-Heiber-Pokal, der seit 1979 mit 16 Mannschaften ausgespielt wird. Die A-Jugend wird Kreismeister und steigt in die Bezirksliga auf.

 

1983

Zum ersten mal nimmt H.V.V.´t Gooi Hilversum am Turnier um den Heinz-Heiber-Pokal teil, das seitdem das Attribut international „trägt“. Das „Schwarz-Gelbe“ Team aus den Niederlanden konnte in den späteren Jahren danach noch ein zweites Mal den Siegerpokalmit ins Land der Windmühlen entführen.

 

1984

Die Karateka-Gruppe aus Ippesheim schließt sich dem FSV an. Als FSV Karatekas erringen die Kampfsportler, die aus der ganzen Umgebung zum Training in die FSV-Halle kommen, eine Vielzahl von nationalen und internationalen Titeln.

 

1985

Die 1. Internationale Jugendwoche mit Zeltlager findet mit insgesamt 16 Mannschaften aus der Region mit Gruppen aus anderen Teilen der Bundesrepublik und aus Holland zusammen. Nach neun (!) Jahren wird Horst Kolb als Trainer verabschiedet; seine Nachfolge tritt Jürgen Adolphy an.

 

1986

Der SPD-Ortsverein stiftet zum Internationalen Turnier um den Heinz-Heiber-Pokal“ einen Fairness-Pokal, der von jetzt an mit ausgespielt wird.

 

Erstmals gibt es eine “FSV-Mannschaft des Jahres“: Die B-Jugend erhält die Auszeichnung. Vom SWFV, von Anfang an Eigentümer, erwirbt der FSV das Sportplatzgelände für 50.000 Mark in eigenen Besitz. Von den insgesamt für Hallenhau, Sportheimumbau und Platzkauf aufgenommenen Fremdgeldern in Hohe von rund 400.000 Mark hat der FSV bis Ende 1991 rund die Hälfte zurückgezahlt.

Im November rüttelt der Vorstand des FSV die Kollegen und die Mitglieder auf durch kompletten Rücktritt. Der Grund: Mangelnde Mitarbeit im Gesamtgremium und im Vereinsganzen. Danach läuft es wieder.

 

1987

Bisheriger „Tiefschlag“ für den FSV: (u.a. ) weil Eintracht Trier nicht den Aufstieg in die 2. Bundesliga schafft, erfahren die FSV‘ ler in Sarospatak, dass man aus der A-Klasse absteigen und den bitteren Gang in die B-Klasse antreten muß. Wenige Wochen vorher hatten - unter den damaligen politischen Verhältnissen fast ein Wunder - zum ersten mal die Sportler aus Sarospatak am Turnier um den Heinz-Heiber-Pokal teilgenommen und auf Anhieb auch die Finalrundenspiele erreicht. Als dritte ausländische Mannschaft mit dabei: der FC Alberschwende aus Österreich. Die langjährige Freundschaft zwischen den Musikvereinen aus Bretzenheim und Alberschwende nahmen jetzt auch die Sportvereine zueinander auf.

 

1988

Zum ersten mal führt der FSV ein Fußballturnier für die Bretzenheimer Ortsvereine durch und stellt dessen Reinerlös dem Ortsvereinsring zur Verfügung. Das Bretzenheimer Wappen am Schloss von Sárospatak wird auf Initiative vom FSV in Budapest von Peter Rakos restauriert. Finanziert wird das Projekt ausschließlich durch Spenden von Bretzenheimer Bürgern.

 

1989

Die erste Mannschaft wird unter Spielertrainer Siggi Liebetanz – er hatte lnterimstrainer Alois Weber im Jahr 1987 abgelöst- Meister der B-Klasse Nahe-Ost und schafft damit zwei Jahre nach ihrem Absturz den Wiederaufstieg in die A-Klassigkeit. Nur wenige Tage nach dem Fall der Berliner Mauer ist eine Gruppe des damaligen “Empor Gotha “aus Thüringen bei der FSV-Weihnachtsfeier zu Gast. Eine unvergessliche und zu Herzen gehende Wiedervereinigung auf der Ebene zweier Vereine. Zwischen dem sich inzwischen “Blau-Weiß“ Gotha nennenden Club gibt es in der Folge eine Vielzahl sportlicher und familiärer Begegnungen. 1991 holt der FSV beim ersten Fußballturnier, das die Gothaer ausrichten, den Siegespokal; einen Pokal in schwarz-rot-goldenen Farben.

Der FSV Vorsitzende Wolfgang Paulsen und Geschäftsführer Jürgen Heinrich holen aus Budapest eine Kopie des Bretzenheimer Wappens, dessen Original wieder an der Giebelfront des Schlosses von Sárospatak angebracht werden wird, ab. Nach einer recht abenteuerlichen Fahrt - der Künstler Peter Rakos, der die Restauration durchgeführt hatte, machte die Fahrt auf der “Unterlage“ aus Stein zu seiner Flucht aus Ungarn - wird der tonnenschwere “Brocken“ zurück an die Stätte der Bretzenheimer Fürsten gebracht. Am Weinfest wird er in Anwesenheit einer Trachtengruppe und einer Zigeunerkapelle aus der ungarischen Stadt feierlich in der Stephanskapelle angebracht. Am 5. August ist es soweit: erstmals bestreitet eine Damen-Fußball-Mannschaft des FSV ein Pflichtspiel. Im Bezirkspokal geht´s gegen Becherbach.

 

 

1990

Am 27. März spielt die Europameisterschaftself des Deutschen Bundestages - mit gewohnten Show-Elementen souverän von FIFA-Schiedsrichter Walter Eschweiler geleitet - gegen eine Bad Kreuznacher Prominenten-Auswahl (die allerdings ziemlich stark mit Bretzenheimer Prominenz durchsetzt ist).

 

Im Herbst ist dann noch mal nach langer Zeit eine Mannschaft aus dem großen Internationalen Fußball zu Gast am Schloßgarten: Mit Tatran Presov tritt eine der Spitzenmannschaften aus der Tschechoslowakischen 1. Liga gegen eine Amateur-Auswahl aus den Kreisen Mainz-Bingen und Bad Kreuznach an und gewinnt locker mit 5:0.

 

 

1991

Auch das gehört mit zur Chronik eines Vereins: im November tritt der gesamte Vorstand des Vereins zurück - mangelnde Mitarbeit im Gesamtgremium hatte die Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstandes bewogen, das Handtuch zu werfen. Eine Außerordentliche Generalversammlung am 13.12.1991 bestätigt mit überwältigenden Mehrheiten den Geschäftsführenden Vorstand in seinen Ämtern, stellt ihm aber einen neuen Gesamtvorstand zur Seite.

 

Die ordentliche Generalversammlung im März des Jahres bringt den Beschluss der Mitglieder die Vereinseigene Halle an die Ortsgemeinde zu verkaufen. Diese beabsichtigt den Bau zu einer, modernen Ansprüchen genügenden Kultur- und Sporthalle umzubauen und bei Verlegung des bisherigen Sportplatzes nach Westen hin ein zweites Spielfeld zu errichten.

 

 

FSV-Quartett beim Auftritt zum 75. Jubiläum des FSV und zum 65. Geburtstag der Gesangsabteilung

 

 

1992

Mit dem FC Snina (Ost-Slowakei) nimmt erstmals eine Mannschaft aus der Tschechoslowakei am 15. internationalen Turnier um den Heinz-Heiber-Pokal teil. Dieser ist - aus Anlass des 75-jährigen Bestehens des FSV- mit Geld- und Sachpreisen von insgesamt über 10.000 Mark dotiert. Über das Jubiläumsjahr hat der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Rudolf Scharping die Schirmherrschaft übernommen.

Ein Emissionsgutachten ergibt die Nicht-Durchführbarkeit der ursprünglichen Verlegungspläne des Sportplatzes. In das Jubiläumsjahr geht der Verein mit der Ungewissheit, was mit seinem Sportplatz, der aufgrund der übergroßen Beanspruchung vor seiner Unbespielbarkeit steht, geschehen soll.

Im Jahr seines 75-jährigen Bestehens stellt der FSV eine 1. und eine 2., sowie eine Alte-Herren-Mannschaft. Seit 1988 gibt es eine Damen-Fußball-Mannschaft, die seit zwei Jahren an den guten Meisterschaftsspielen der Damen-Bezirksliga mit gutem Erfolg teilnimmt und in diesem Jahr das Endspiel um den Bezirkspokal erreicht hat. Im Jugendbereich muss der Verein in Spielgemeinschaften “arbeiten“: Bei der A-Jugend mit dem VfL Fürfeld, von F- bis C-Jugend mit der TuS Winzenheim. Rund 400 Mitglieder freuen sich auf die Feiern zum 75-jährigen Bestehen.

 

Neben Fußball gibt es weiterhin die Sänger, die ihr 65-jähriges feiern, die Karatekas, die Wanderer, eine Tischtennis-Abteilung und die „Trimm-Dich-Gruppe“: Vor dem Jahreswechsel gegründet und Anfang 1992 ins Vereinsregister eingetragen, will ein neuer “Club 75 - Förderverein des FSV 1917 Bretzenheim e.V.“ dazu beitragen, dass nicht zuletzt auch unter finanziellen Aspekten, dem FSV 1917 Bretzenheim eine weitere, gute Zukunft beschieden ist.

 

Die erste Mannschaft wird im letzten Spiel in einem packenden Spiel gegen die SG Hüffelsheim vor über 1000 Zuschauern am Schloßgarten Meister der A-Klasse und steigt erstmals seit 1978 wieder in die Bezirksliga auf.

 

1993

Leider reichte es für das Bezirksliga-Team nicht und steigt nach einer Saison wieder ab.

Da der FSV die Halle und alle Einrichtungen den Ortsvereinen und anderen Gruppierungen Bretzenheims überlässt und andererseits die Vergütungen der Verbandsgemeinde für den Schulsport seit 1992 eingestellt wurden, sind die Belastungen für Tilgung und Unterhalt doch sehr drückend geworden. Der FSV stellt daher einen Antrag auf Bezuschussung an die Ortsgemeinde.
Diese hatte, nachdem die Ausbaupläne für das Gelände ja gescheitert waren, inzwischen die Umwandlung des gesamten Bereichs als Baugebiet ins Auge gefasst. Anstelle eines Zuschusses bietet sie dem FSV an, Sportplatz und alle Einrichtungen an anderer Stelle neu zu errichten. Der Deal sollte sein: Alles, was der FSV am Schlossgarten besitzt soll ihm an anderer Stelle, außerhalb des Ortes, wieder erstellt und übergeben werden. Dafür löst die Ortsgemeinde sofort die Hypothekenverpflichtungen des FSV ab. Der FSV soll  auf einen Wertausgleich verzichten, was er dann auch tut. Der auf diese Weise konzipierte Quasi-Tausch und dessen Umsetzung beschäftigt den Verein und die Ortsgemeinde bis heute.

Alle Jugendmannschaften des FSV von der E- bis B-Jugend müssen aus Mangel an eigenem Personal eine Spielgemeinschaft mit dem TuS Winzenheim eingehen. Die erste Mannschaft kämpft gegen den Abstieg aus der A-Klasse. Thomas Stock wird zum fünften Mal Deutscher Meister bei den Karatekas. Erstmals steigt die Mitgliederstärke über 500, 50 Kinder sind alleine in der Kinderturnabteilung aktiv. Bei den Kindern konnte 35 neue Mitglieder gewonnen werden. Für die erste Mannschaft wurden neue Spieler gefunden und ein neuer Trainer engagiert. Leider lief überhaupt nichts zusammen, der Trainer und der Abteilungsleiter werfen das Handtuch. Als neuer Trainer stellt sich der langjährige FSV-ler Wolfgang Fuhr zur Verfügung und übernimmt unentgeltlich wieder das Ruder.

Nach fast 20-jähriger Vorstandstätigkeit wird Wolfgang Paulsen durch den ehemaligen Spieler Erich Jung als Vorsitzender abgelöst.

 

 

Im Bild:

unser erfolgreichster Sportler der Vereinsgeschichte Thomas "Stocki" Stock

 

 

 

 

 

 

 

 

1995

Thomas Stock wird Vize-Europameister in Karate.

 

Horst Kolb wird wieder Trainer der ersten Mannschaft und wird von Rainer Heckmann unterstützt. Unsere Sänger vom  „Quartettsche“ sind noch aktiv, beklagen aber wie in vielen Gesangsgruppen mangelndes Interesse am Singen.

 

1997

Die erste Mannschaft ist 1997 sportlich fast am Ende und steigt aus der A-Klasse in die B-Klasse ab und wird dann von einem neuen Trainer betreut. Arsile Weber ist mit der Lizenz eines Fussball-Lehrers ausgestattet und ersetzt Horst Kolb, den langjährigen Trainer und Spieler des FSV, mit dem das Team schon 1978 in die Bezirksliga aufgestiegen war. Mit ihm soll der direkte Wiederaufstieg gelingen. Die 1b-Mannschaft, die in der C-Klasse aufgelaufen war, wird zurückgezogen und die Spieler (unsere türkischen Freunde aus der Umgebung) werden auf die neuen Teams der ersten und zweiten Mannschaft aufgeteilt. Die Heizung in der Sporthalle ist defekt und muss für 6.000 DM repariert werden, was weitere Löcher in die Kasse bringt.

 

1998

Erich Jung, der seit 1993 den Verein führt, steht als erster Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung. Peter Lunkenheimer übernimmt 1998 kommissarisch. Der Verein ist durch strenges Sparen und erfolgreiche Veranstaltungen erstmals seit Jahren aber wieder schuldenfrei. Das traditionelle Heinz-Heiber-Turnier an Pfingsten wird von einer slowakischen Zweitliga-Mannschaft vom FC Snina besucht, die das Turnier dann auch gewinnt. Außerdem sind wieder die Freunde von t-Gooi Hilversum aus den Niederlanden und eine Mannschaft aus Sarospatak in Ungarn dabei.

 

1999

Daniel Gräff übernimmt als Trainer zur neuen Saison 1999/ 2000 das Ruder. Er war vorher Spielertrainer in Sprendlingen, die keine neue Mannschaft zum Spielbetrieb anmelden wird. Es kommen neue Spieler in einer Mannschaftsstärke aus diesem Verein dazu. In der Jugend sind drei Mannschaften von F- bis D-Jugend im Spielbetrieb gemeldet. Erstmals wird eine Bambino-Mannschaft im Verein zusammengestellt. Die nur aus Freizeitspielern bestehende Tischtennis-Abteilung wird größer. Werner Fiehl wird im März 1999 neuer Vorsitzender des FSV und bringt frischen Wind und neue Strukturen in den Verein. Erstmals seit 1989 kommen im Juni die Freunde vom Blau-Weiß Gotha zu einem Fußballspiel zu Besuch. Der Verein hat seit vielen Jahren mal wieder ein Guthaben und damit finanziellen Spielraum zur Verfügung. Der Trainer der aktiven Mannschaften verlässt zum Ende des Jahres den Verein und wird von Wolfgang Fuhr beerbt. Durch mangelhafte Trainingsbeteiligung steht die Mannschaft vor dem Abstieg, den Wolfgang Fuhr vermeiden möchte. Das Frauenfußballteam macht erstmals Werbung für sich in der Kreuznacher Fußgängerzone und kann am Ende des Tages neue Spielerinnen gewinnen. Die Kreuznacher Fussball-Legende Jürgen Wilhelm unterstützt den Verein, auch um neue Spieler für die kommende Saison zu gewinnen.

 

2000

Erstmals seit vielen Jahren wird im Jahr 2000 die Satzung geändert. Unter anderem wird jetzt ein Geschäftsführer installiert, der den Vorsitzenden im täglichen Geschäft entlasten soll. Der FSV übernimmt die Ausrichtung der Kirmes und erhofft sich damit einen finanziellen Erfolg für die Zeit nach dem Verlassen des Sportgeländes am Schlossgarten. Die Kirmes ist in diesem Jahr von der Bevölkerung gut angenommen worden. Steffen Secker übernimmt ab Sommer die beiden aktiven Fußballteams als Spielertrainer und soll die Mannschaften zu alter Stärke zurückführen. Der Erfolg stellt sich gleich ein, die erste Mannschaft wird Herbstmeister, Die Kinderturnabteilung wird immer größer und wird von zwei Übungsleiterinnen und manchmal mit Unterstützung von einigen Müttern betrieben. Auch die Jugendfußballabteilung wurde 1999 um eine C-Juniorenmannschaft ergänzt, die 2000 Meister wird und im Kreispokalfinale stand. Die Karatekas machen auf sich aufmerksam. Marco Porceddu wird deutscher Vizemeister, andere sammeln bei einem Turnier in Bad Kreuznach weitere WM-Punkte.

 

 

2002/ 2003

 

Michael Fuhr (rechts im Bild) wird in der Klasse bis 90kg Deutscher Meister bei den Karatekas und 2003 zweifacher Deutscher Meister im Kickboxen in den Klassen 85 und 90kg, sowie 2004 Weltmeister des Weltverbandes AIJCD im Kickboxen in der Schülerklasse in der Gewichtsklasse bis 86 kg. Thomas Stock (links im Bild) wird bei der gleichen Veranstaltung Weltmeister des Weltverbandes AIJCD im Kickboxen in der Altersklasse über 35 Jahre in der Gewichtsklasse bis 70 kg und Vizeweltmeister in der Klasse bis 80kg. Der FSV wird 2005 vom DFB für seine hervorragende Jugendarbeit mit dem Sepp-Herberger-Preis ausgezeichnet. Der ganze Verein ist stolz darauf.

 

 

 

 

 

 

2006

wird fußballerisch wieder ein Erfolgsjahr. Mit dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die Bezirksliga Nahe bestätigt das Team eine erfolgreiche Arbeit. Es entsteht ein richtiger Hype um das Team. Die Zuschauerzahlen steigen und viele Fans unterstützen die Mannschaft. Die D-Junioren werden ungeschlagen Kreismeister und stehen im Pokalfinale. Das Team ist erfolgreich durch alle Altersklassen gegangen.

 

 

 

 

2007

Der größte fussballerische Erfolg bis dahin kommt dann im Sommer 2007. Das Bezirksligateam erspielt sich in der Relegation gegen die Mannschaft des SV Nanzdietschweiler aus der Pfalz den Aufstieg in die Landesliga West. Trainer dieser Mannschaft ist seit 2005 nun Jürgen Wilhelm, der in den 1970er Jahren mit Borussia Dortmund in der Bundesliga spielte und mit der Eintracht Bad Kreuznach in der 2. Bundesliga Süd am Ball war und in 1983 im Trikot von Hassia Bingen das Sportschau-Tor-des-Jahres geschossen hat.

 

 

 

Thomas Stock beendet als erfolgreichster Sportler der Vereinsgeschichte am 07.07.2007 mit einer Internationalen Deutschen Vizemeisterschaft seine aktive Karriere. Den zweiten Platz errang er im Kickboxen Leichtkontakt in der AK 35 der World Karate Assocation (WKA). Damit endet eine Laufbahn mit einem Weltmeistertitel, einer Vize-Weltmeisterschaft, einer Vize-Europameisterschaft, sieben deutschen Meistertiteln und 5 zweiten Plätzen bei den deutschen Meisterschaften. Er kann sich jetzt voll als Trainer unserer Karatekids einbringen.

 

2008

Für unser Landesliga-Team hat es nicht gereicht. Nach nur einem Jahr geht es 2008 wieder runter in die  Bezirksliga Nahe.

 

 

 

Sportplatzeinweihung 2009:

 

Ortsbürgermeister Wolfgang Spietz (1.v.l.), Winfried Busch (1. Vorsitzender des FSV, 2.v.l.) und Alan Zimmermann (Spielertrainer; Mitte mit Trikot)

 

 

 

 

 

 

 

2009

Endlich ist es soweit. Die Ortsgemeinde Bretzenheim stellt im Herbst 2009 den neuen Sportplatz fertig. Der Platz wurde mit Kunstrasen ausgestattet, so dass jetzt bei jeder Witterung und Jahreszeit der Platz von der immer weiter wachsenden Anzahl von Mannschaften genutzt werden kann. Zum Duschen müssen aber alle weiter zum alten Sportgelände fahren. Das sind für weitere vier Jahre unhaltbare Zustände. Für unser Bezirksligateam kommt es in diesem Jahr ganz dicke. Die erste Mannschaft steigt zum zweiten Mal nacheinander ab in die A-Klasse Nahe.

 

2010

Der FSV übergibt 2010 das Sportgelände am Schlossgarten mit Sportheim und der FSV-Halle an die Ortsgemeinde Bretzenheim. Hier werden innerhalb kurzer Zeit neue Wohnhäuser entstehen. Die A-Jugendmannschaft wird wegen Spielermangel schon nach dem zweiten Spieltag vom Spielbetrieb zurückgezogen. Es steht keine B-Jugend-Mannschaft zur Verfügung. Die C-Junioren spielen in zwei Spielgemeinschaften in Hargesheim (Jahrgänge 1997 und 1998), der Jahrgang 1996 spielt in Planig. Die G- bis D-Junioren spielen glücklicherweise noch alle zahlreich in Bretzenheim. Beide Aktiven-Teams steigen in die nächsthöhere Klasse auf (2. Mannschaft in die B-Klasse Ost, 1. Mannschaft in die Bezirksliga Nahe). Dass Erfolg auch fair erreicht werden kann, zeigt sich an der Fairnisstabelle in diesem Jahr. Beide FSV-Teams führen auch diese Statistik an. Der Verein wird aber zunehmend unattraktiver, da keine Umkleide- und Duschmöglichkeiten am neuen Sportplatz vorhanden sind und die alten Räumlichkeiten am weit entfernten Schlossgarten genutzt werden müssen. Dadurch wandern viele Spieler, vor allem aus der Jugend in Nachbarvereine ab. Dadurch fehlt der Unterbau für unsere aktiven Mannschaften.

Die Aerobic-Gruppe löst sich mangels Übungsleiterinteressenten auf. Es wird dafür eine neue Gruppe gebildet, die sich mit wenigen Aktiven trifft.

Und wieder hat "uns Stocki" zugeschlagen. Mit einem einmaligen Rücktritt vom Rücktritt nach über 3-jähriger Wettkampfpause konnte er einen tollen Erfolg für sich und die Farben des FSV erkämpfen. Bei den internationalen Deutschen Meisterschaften der DBO im Kickboxen konnte Thomas Stock einen auch für Ihn nicht für möglich gehaltenen Erfolg verbuchen. In der Mastersklasse über 35 Jahre konnte er den Finalisten der Herren in seiner Altersklasse besiegen. Er ist der deutsche Vizemeisterbesieger.
 

 

2011

Die Mannschaft des FSV gehört zu den besten Futsal-Mannschaften in Deutschland. Innerhalb von zwei Wochen gewinnt die Mannschaft drei Turniere und wird Bezirks-, Südwest- und Regionalmeister 2011. Es wurde fast ausschließlich gegen höherklassige Mannschaften, wie z.B. mit dem SC Idar-Oberstein den Führenden der Oberliga Südwest, gespielt und gewonnen. Mit Andreas Kern stellte die Mannschaft zweimal den besten Torwart. Bemerkenswert dabei ist, dass der Endspielgegner TSV Emmelshausen bei der Regionalmeisterschaft u.a. den Torhüter der Futsal-Nationalmannschaft in seinen Reihen hat.

Unser furioses Futsal-Team erreicht 2011 nach zahlreichen regionalen Meisterschaften in den vergangenen Jahren erstmals das Viertelfinale des DFB-Futsal-Cups und scheitert am Ende am Endspielteilnehmer FC Bayern Nürnberg.

Die Klasse-Leistungen unseres Futsal-Teams in dieser Saison sind auch bis zum Nationaltranier Paul Schomann durchgedrungen. Unser Spielertrainer Alan Zimmermann wird somit der erste Nationalspieler des FSV Bretzenheim. Im Rahmen des Final-Four-Turniers am 08./ 09.April 2011 am Nürburg-Ring wird Alan mit dem Nationalteam auf die Mannschaft aus Kroatien treffen. In Kroatien wird in 2012 die erste Europameisterschaft ausgetragen.

2011

Die Mannschaft des FSV gehört zu den besten Futsal-Mannschaften in Deutschland. Innerhalb von zwei Wochen gewinnt die Mannschaft drei Turniere und wird Bezirks-, Südwest- und Regionalmeister 2011. Es wurde fast ausschließlich gegen höherklassige Mannschaften, wie z.B. mit dem SC Idar-Oberstein den Führenden der Oberliga Südwest, gespielt und gewonnen. Mit Andreas Kern stellte die Mannschaft zweimal den besten Torwart. Bemerkenswert dabei ist, dass der Endspielgegner TSV Emmelshausen bei der Regionalmeisterschaft u.a. den Torhüter der Futsal-Nationalmannschaft in seinen Reihen hat.

Unser furioses Futsal-Team erreicht 2011 nach zahlreichen regionalen Meisterschaften in den vergangenen Jahren erstmals das Viertelfinale des DFB-Futsal-Cups und scheitert am Ende am Endspielteilnehmer FC Bayern Nürnberg.

 

 

 

 

Die Klasse-Leistungen unseres Futsal-Teams in dieser Saison sind auch bis zum Nationaltrainer Paul Schomann durchgedrungen. Unser Spielertrainer Alan Zimmermann wird somit der erste Nationalspieler des FSV Bretzenheim. Im Rahmen des Final-Four-Turniers am 08./ 09.April 2011 am Nürburg-Ring wird Alan mit dem Nationalteam auf die Mannschaft aus Kroatien treffen. In Kroatien wird in 2012 die erste Europameisterschaft ausgetragen.

 

Im Bild: Alan Zimmermann

 

 

 

Im Bild:

Spielertrainer Alan Zimmermann und Claudio Rodriguez und Daniel Schauß (2.v.r.) mit dem goldenen Schuh und Kevin Lautermann

 

 

 

 

 

 

Die erste Mannschaft steigt wieder in die Landesliga West auf und kann sich zwei Jahre halten. Mit Daniel Schauß wird ein FSV-Spieler Rekordtorschütze in der Bezirksliga. Er schafft die noch nie erreichte Anzahl von 52 Toren in einer Saison. Auch die zweite Mannschaft hält sich in der B-Klasse.

Ein Aushängeschild des FSV verlässt den FSV. Die Karateabteilung des FSV Bretzenheim schliesst sich ab sofort dem TuS Winzenheim an. Damit verliert der FSV nach rd. 28 Jahren seine Karateabteilung. Mit der Abteilung verliert der FSV auch seine in der Vergangenheit sehr erfolgreichen Sportler. Sie haben in den langen Jahren im FSV zahlreichen nationale und internationale Titel nach Bretzenheim geholt und die Gemeinde in der Welt des Sports bekannt gemacht.

Mit der Meisterschaft in der Bezirksliga Nahe und den Bezirkspokalgewinn ist eine große Saison für die U-16 Mädchen des FSV Bretzenheim 1917 zu Ende gegangen. In der Saison 2011/2012 geht es in die Verbandsliga.

 

 

2012

Die außerordentliche Mitgliederversammlung hat am 03.05.2012 erfolgreich einen neuen Vorstand gewählt. Neuer erster Vorsitzender ist Paul Großmann, der nun die Geschicke des Vereins führen wird. Paul tritt damit in die Fussstapfen seines Vaters, der in 60er Jahren den Verein sehr erfolgreich geführt hat.

Unsere Tischtennisabteilung löst sich mangels Spielern zum Jahresende 2012 auf. Die Spieler waren einmal pro Woche im Trainingsbetrieb aktiv.

Das Futsal-Team hat beim Regionalturnier in Mülheim-Kärlich den vierten Platz erreicht. Leider konnte das Team den großartigen Erfolg aus dem Vorjahr, als sie das Turnier gewonnen hatten, nicht wiederholen. Die Vorrunde wurde mit zwei Siegen von 2:1 gegen den TSV Emmelshausen und mit 6:1 gegen den SV Bübingen beendet. In einem dramatischen Sechsmeterschießen wurde das Halbfinale gegen den VfL Neustadt mit 10:11 verloren. Die Enttäuschung war groß bei Verantwortlichen und Spielern. Andreas Kern wurde zum besten Torhüter des Turniers und Daniel Schauß als einer der drei besten Torschützen gewählt.

 

 

 

2014

Der Ehrenvorsitzende Wolfgang Paulsen bekommt 2014 als erster den Ehrenbrief des Südwestdeutschen Fußballverbandes für seine langjährige ehrenamtliche Arbeit beim FSV. Im Oktober feiert der FSV 40 Jahre Wandern. Es kommen wieder zahlreiche Wanderer aus dem ganzen Land nach Bretzenheim und freuen sich über einen gelungen Veranstaltung. Die neue Mehrzweckhalle, die auf den Namen „Kronenberghalle“ hört, wird feierlich eröffnet. Endlich stehen dem Verein moderne Umkleide- und Duschmöglichkeiten zur Verfügung. Leider hat der Verein aber keine räumliche Heimat mehr. Denn eigene Räume stehen dem FSV nicht zur Verfügung. Es müssen für Sitzungen und Treffen ständig neue Möglichkeiten gesucht und gefunden werden. Dies ist für die Vereinsarbeit sehr hinderlich. Es sind auch in der Gemeinde selbst keinerlei Räumlichkeiten vorhanden, die der Verein einfach mal schnell und kurzfristig dafür nutzen kann. Vorstandssitzungen müssen schon mal ausfallen, da die Räumlichkeiten trotz Reservierungen trotzdem nicht zur Verfügung stehen. Der FSV wird seinem Namen in Zukunft mehr gerecht denn je. Es treten außer einer kleinen Gruppe, die sich zum Rückentraining finden und ein paar Freizeitsportlern, die sich in zwei Stunden pro Woche in der Sporthalle fit halten, ausschließlich Fußballteams aus Aktiven, Jugend- und vor allem auch Mädchenteams im Wettbewerb mit anderen Mannschaften in Ihren Ligen an. Eigene Wanderer, die den FSV bei Wandertagen im internationalen Volkssportverband vertreten, hat der FSV fast gar nicht mehr. Umso mehr freuen wir uns, dass unsere beiden Wandertagsveranstaltungen im Januar und Oktober sich weiter großer Beliebtheit erfreuen.

 

 

 

 

 

Im Bild: 1. und 2. Mannschaft 2015

 

 

2016

Die erste Mannschaft verliert das Endscheidungsspiel um den zweiten Platz der Bezirksliga Nahe gegen den TSV Langenlonsheim/ Laubenheim. Der Gewinner steht in der Relegation zum Aufstieg in die Landesliga West.

Die Saison 2016/ 2017 beginnt im Bezirksligateam nicht ganz so erfolgreich wie in der Vorsaison. Bei der zweiten Mannschaft läuten aber die Alarmglocken, da es immer schwieriger wird, ein konkurrenzfähiges und vollständiges Team auf den Platz zu bringen. Die Jugendmannschaften stehen alle sehr gut im Rennen, was eine erfolgreiche Saison verspricht.

Die Planungen für das 100-jährige Jubiläum sind in vollem Gang.

 

Alle Mannschaften, von den Aktiven bis zur Jugend sowie unsere Frauen- und Mädchenteams, sind unbestritten überall gerne gesehen.

 

2017 ( 100 Jahre FSV)

Mit einer wiederum gelungenen Wanderveranstaltung startet am 7.und 8. Januar der Fußballsportverein 1917 Bretzenheim in das Jahr seines hundertjährigen Bestehens. Ein umfangreiches Festprogramm soll zur Jahresmitte Bürger und Gäste, aktive und inaktive FSV-ler zusammenbringen, um dieses Ereignis sportlich und gesellschaftlich zu begehen. Und um auf besondere Art und Weise zu zeigen, dass die Blau-Weißen auch an der Schwelle zu ihrem zweiten Jahrhundert bereitstehen den Menschen sportliche Heimat zu sein, gemeinschaftlich sich für Sport und Gesellschaft einzusetzen. Eine Alte-Herren-Mannschaft, die Senioren-Mannschaften, alle Jugend-Teams (von G- bis A-Junioren; meist in Spielgemeinschaften), eine Frauen- und zwei Mädchenmannschaften laufen für den FSV auf – und freuen sich gerade im Jugend-Bereich, wenn da im wieder neue Jungen und Mädchen an den schönsten  Mannschaftssport der Welt herangeführt werden können.

 

Zu den Fest-Veranstaltungen gilt die herzliche Einladung des 100jährigen FSV Bretzenheim an alle Bürgerinnen und Bürger Bretzenheims – und an alle Freunde der Blau-Weißen in der Region.

 

Die Jugendabteilung richtet im Februar gemeinsam mit dem TSV Langenlonsheim einen Leistungsvergleich der D-Junioren aus.  Teilgenommen haben die Nachwuchsteams vom 1. FC Kaiserslautern, Waldhof Mannheim, SV Wehen Wiesbaden und von Lola Esch aus Luxemburg. Sieger der Veranstaltung ist das Team des VfB Stuttgart.

 

Ein Wermutstropfen stellt sich im April ein. Nach wiederholter Spielabsage wurde die zweite Mannschaft des FSV in der B-Klasse Nahe-Ost vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Dies ist in der Geschichte des FSV noch nicht passiert. Leider sind viele Spieler, die uns zu Saisonbeginn die Zusage zum Spielen gegeben haben, nur sporadisch oder gar nicht mehr erschienen. Hier der Dank an die AH-Spieler, die sich zum Teil mit 50 Jahren noch die Ehre gegeben haben für den FSV in der B-Klasse aufzulaufen.

 

......



 


E-Mail